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Filmtipps: «Märzengrund»

Ein junger Mann droht unter dem hohen Erwartungsdruck seiner Eltern zu zerbrechen und flüchtet als Einsiedler in die Berge.
 

Manchmal möchte man dem ganzen Stress entkommen und sich in die Natur zurückziehen. Genau diesen Weg hat der Zillertaler Simon Wildauer gewählt, als er Ende der 1960er-Jahre als junger Mann in ein Tiroler Hochtal flüchtete und fortan ein Einsiedlerleben führte. Auf seiner Geschichte basiert auch das Theaterstück "Märzengrund" von Felix Mitterer, der sein Bühnenwerk gemeinsam mit dem österreichischen Filmemacher Adrian Goiginger nun als Spielfilm adaptiert hat.

Der in die Jahre gekommene Elias (Johannes Krisch) wacht im Spital auf und erfährt, dass er an Prostatakrebs erkrankt ist. Doch das kümmert ihn nicht: Er will wieder hoch auf den Berg. Vierzig Jahre zuvor steht der junge Elias (Jakob Mader) unter Druck: Sein Vater (Harald Windisch) will, dass er den Hof übernimmt und seine Mutter (Gerti Drassl) verbietet ihm die Beziehung zur geschiedenen Moid (Verena Altenberger). Seine herrischen Eltern stürzen Elias in eine Depression. Als Ausweg sucht er die Idylle des Märzengrunds. Die Aussteigergeschichte überzeugt mit ihren erstklassigen Darstellerinnen und Darstellern. Daneben punktet auch die Inszenierung: Fühlt sich Elias frei, entfernt sich die Kamera von ihm und setzt die malerischen Landschaften in Szene. Aber je grösser der Druck und gesellschaftliche Zwänge werden, desto näher rückt auch die Kamera an ihn heran.

"Märzengrund", Drama, DE/AT 2022 | Kinostart: 25.08.2022 | Altersfreigabe: 12 Jahre

Bildquelle: Prokino